1900-1919: Nationale Spitzenmannschaft vorerst ohne Titelglück

1900 bis 1902: drei Finalteilnahmen in Serie

Um die Jahrhundertwende stellte der FC Bern eine nationale Spitzenmannschaft. Dreimal in Serie verpasste der Klub den Schweizermeistertitel nur sehr knapp, nachdem sich die Mannschaft als Champion der Westschweizer Gruppe jeweils ein wertvolles Diplom sichern konnte. 1900 und 1901 verlor der FC Bern den Final um die Meisterschaft in Aarau gegen die Grasshoppers jeweils mit dem gleichen Resultat (0:2). 1902 wurde der Meister erstmals in Form eines Finalturniers erkoren. In Bern trennte sich der von H. Girsberger präsidierte Klub ausgerechnet gegen den Rivalen, den BSC Young Boys, mit 2:2 unentschieden. In Aarau unterlag der FC Bern dem späteren Meister FC Zürich diskussionslos mit 1:7. Die Leistungen des FC Bern wirkten sich auch auf internationaler Ebene aus: Im Jahr 1901 agierte erstmals ein FC Berner in der Schweizer Auswahl. Der Berner Captain Adolf Häberli verlor mit der Schweiz gegen Süddeutschland mit 4:7.

Der Kirchenfeldplatz als erste Heimat

Zu Beginn des Jahrhunderts konnte die heikle Platzfrage endlich gelöst werden. Der alte Platz, der sich zwischen der heutigen Tillier- und Trechselstrasse befand, genügte den gestiegenen Ansprüchen des Klubs nicht mehr. Eine Kommission konnte mit der Museumsgesellschaft einen Vertrag auf acht Jahre abschliessen. Das Areal hinter dem Historischen Museum wurde hergerichtet und erweitert. Die Freude unter den 180 FCB-Mitgliedern war gross, nun endlich eine zeitgemässe Anlage zu besitzen. Am 10. April 1904 fand die Einweihung des ehrwürdigen Kirchenfeldplatzes statt. Bern hatte sein Ereignis. Weniger als zehn Jahre später, 1911/12, sah sich der FC Bern aufgrund des wachsenden Interesses bereits wieder damit konfrontiert, den Platz hinter dem Museum auszubauen. Die Mitglieder trugen die nötigen finanziellen Mittel zusammen. Im September konnte der neu angelegte Sportplatz mit der neuen Tribüne, die 320 Sitzplätze fasste, an den Verein übergeben werden. Es war ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung des FC Bern. Im September 1916 erschien die erste Nummer des Cluborgans „Dr Bärner,“ das bis heute in regelmässigen Abständen erscheint. Im August 1919 führte der FC Bern auf dem Kirchenfeldsportplatz die schweizerische Leichtathletik-Meisterschaft durch. Dies kam einem Grossereignis gleich. Die Veranstaltung galt als Ausscheidung für die 1920 in Antwerpen stattfindenden Olympischen Spiele. Berns schillerndster Fussballer der Klubgeschichte, Paul Schmiedlin, wurde mit 6,47m gar Schweizer Meister im Weitsprung. In derselben Periode kündigte die Museumsgesellschaft den Vertrag für den Sportplatz. Eine Gnadenfrist ermöglichte die weitere Benutzung bis 1920/21. Der FC Bern musste einen neuen Platz finden. Man hatte das Neufeld im Auge, wo 1914, während der Landi, die Maschinenhalle gestanden hat.