1932-1938: Rückkehr an die nationale Spitze

Sofortige Rückkehr aus der Zweitklassigkeit

Ab 1931 wurde die höchste Liga „Nationalliga“ genannt. Damals gab es noch keine Unterteilung in Nationalliga A und -B. Hingegen war die Nationalliga in zwei Gruppen mit je acht Mannschaften aufgeteilt. Der FC Bern, mittlerweile weit über die Landesgrenzen bekannt, war erstmals zweitklassig (1. Liga). Aber wiederum, wie in früheren schweren Zeiten, bewiesen die Mitglieder auch im 39. Vereinsjahr ihre Tatkraft und Liebe zum Verein. Der Wille, sofort wieder in die Nationalliga aufzusteigen, war beim FC Bern deutlich spürbar. Die weise Führung sowie die beigeisterungsfähige junge Mannschaft, die emsig trainierte, führten in der Saison 1932/33 tatsächlich zum Wiederaufstieg. Von 32 möglichen Punkten verlor die Mannschaft nur deren drei, als Meister der 1. Liga stieg der FC Bern postwendend wieder in die Nationalliga auf und durfte sogar am Finalturnier um die Schweizer Meisterschaft teilnehmen, ohne dabei eine reelle Chance gehabt zu haben.

FC Bern wieder eine Spitzenmannschaft, Bösch wird Torschützenkönig

Mit grossem Erfolg gelang dem Neufeld-Verein die Rückkehr ins Fussball-Oberhaus. Gleich in der ersten Saison nach dem Aufstieg, 1933/34, erreichte der Verein unter Präsident H. Schneider den beachtlichen vierten Schlussrang. In der Nationalliga wurde nun nur noch in einer Gruppe gespielt, die 16 Mannschaften beinhaltete. In der Folge resultierte ein 6. (1935), ein 4. (1936) und ein 9. Schlussrang (1937). Einen besonderen Erfolg feierte der Klub in der Saison 1934/35, als er mit Engelbert Bösch den Torschützenkönig der Nationalliga stellte (27 Tore).

1938: erneuter Rückschlag

In der Saison 1937/38 musste die Leitung des Vereins schwierige Aufgaben lösen. Die bescheidenen Mittel, die dem neuen Präsidenten Dr. Kindler zur Verfügung standen, mahnten zur Vorsicht. Verschiedene gute Spieler mussten abgebaut werden und auf Jahresende musste ebenfalls aus finanziellen Gründen auf die weitere Mitarbeit des vorbildlichen Gentleman James Townley verzichtet werden. Sechs Jahre lang war Townley durch seine ausgezeichnete Haltung ein Vorbild im Klub. Der Abschied tat weh. Der Aderlass sowie eintretendes Verletzungspech von Stammspielern wogen als zu schwere Hypothek. Nach einer missglückten Saison ohne einen einzigen Sieg stand es fest: Der FC Bern musste erneut den bitteren Kelch der Relegation trinken. Am Ende der Saison kehrten zahlreiche Spieler dem Klub den Rücken. Damit ging der Klub einer schicksalsschweren Epoche seiner vielgestaltigen Geschichte entgegen. Und wiederum, wie schon in früheren Jahren, vermochte der Bärnergeist die Oberhand zu gewinnen