1941-1945: Keine Nationalliga-Rückkehr zum 50. Jubiläum

Basel entscheidet Duell der FCB’s für sich

Der Amateurklub FC Bern ging seinen Weg getreu seiner Philosophie unbeirrt weiter. Schon bald wieder stand der FCB an der Schwelle zur Nationalliga: Am Ende der Saison 1941/42 bereitete man sich mit grosser Sorgfalt auf das Entscheidungsspiel gegen den FC Basel, den Meister der Ostgruppe, vor. Dieses grossartige Finale zwischen zwei Pionieren der schweizerischen Fussballbewegung riss die Zuschauer mit. Im Neufeld trennte man sich nach packenden 90 Minuten 0:0 unentschieden. Die Entscheidung musste in Basel fallen: Trotz einer starken Leistung verloren die Berner mit 1:3.

Kein Aufstieg zur Jubiläumsfeier

Die Spieler des FC Bern wollten sich eine Ehre daraus machen, ihrem Klub 1944 anlässlich der Feier des 50-jährigen Bestehens im Kursaal Bern das schönste Jubiläumsgeschenk zu präsentieren, nämlich die Sicherung der 1. Liga Meisterschaft und den Wiederaufstieg in die Nationalliga. Obwohl die Jubiläumssaison aus sportlicher Sicht positiv verlief, schafften es die Spieler nicht ganz, ihr Ziel zu erreichen. Dafür stimmte die Kasse, hatte man doch mit den Jubiläumsfeierlichkeiten einen Gewinn erzielen können.

Wiederaufstieg mit Nebengeräuschen

1944 wurde die NLB gegründet. Aus der Saison 43/44 stiegen die besten Mannschaften der 1. Liga Gruppen Ost und -West in die neue NLB auf. Der FC Bern gehörte dazu. In der Saison war ein seltsamer Entscheid am grünen Tisch dafür verantwortlich, dass der FC Bern den NLB-Meistertitel verpasste. Ein Flüchtigkeitsfehler des SPIKO-Verantwortlichen beim Abschreiben der Spielerliste hatte zur Konsequenz, dass der Berner 6:1 Sieg in Bellinzona gegen Pro Daro nachträglich als Niederlage gewertet wurde. Der FC Bern wurde hinter NLB-Meister Locarno zwar nur Vizemeister, stieg aber, nach sieben Jahren Absenz, dennoch in die NLA auf. Sozusagen als Dank für den Wiederaufstieg wurde 1945 im Neufeld eine Lautsprecheranlage installiert.