1983-1991: Zurück in der 1. Liga

Die Sammlung „Pro-FC-Bern“

Zurück in der 1. Liga galt es vordergründig, den Patienten FC Bern möglichst rasch zu betreuen. Durch die „Pro-FC-Bern“ Sammlung und durch Spenden wurden mehr als 100’000 Franken aufgetrieben, was dem kranken FC Bern wieder zu frischerem Atem verhalf. Allerdings musste man auch im Neufeld feststellen, dass finanzielle Probleme nicht von einem Tag auf den anderen verschwinden. Die Schulden drückten weiterhin auf die Stimmung im Klub.

Bern klopfte wieder an die Türe der Nationalliga

Vermochte man sich zunächst noch mit Glück in der 1. Liga zu behaupten, erholte sich die Mannschaft bereits ein Jahr später wieder und holte sich unter Trainer Walter Widmer den Gruppensieg. Die Aufstiegsspiele gingen hingegen beide verloren. Wieder ein Jahr später: Der FC Bern kam für die zweite Phase der Aufstiegsspiele den FC Biel zugelost, welcher vor eigenem Anhang mit 3:2 bezwungen wurde. Das Rückspiel, nach Europacup-Formel, brachte dem FC Bern aber kein Glück. Zuerst verwies der Schiedsrichter ungerechterweise einen Berner des Feldes. Zwei Minuten vor dem Ende stand die Partie dennoch 2:2 unentschieden, was den Bernern zum Wiederaufstieg gereicht hätte. Doch diesmal zeigte der Linienrichter ein klares Abseits der Bieler nicht an, was diese kaltblütig ausnutzten.

Um den Aufstieg betrogen?

In der Verlängerung dieser bis Heute berüchtigten Aufstiegspartie konnte der FC Biel die dezimierten Berner in die Knie zwingen. Die Mannschaft des FC Bern fühlte sich hintergangen und reagierte enttäuscht und aufgebracht. „Die Mannschaft kann es noch heute nicht verstehen, dass sie um den Aufstieg in die NLB betrogen wurde,“ beschrieb der damalige Präsident Willy Wittenbach die verständliche Enttäuschung. So startete der FC Bern 1988 zu einer weiteren Spielzeit in der 1. Liga, an deren Ende er sein 95-jähriges Bestehen feiern durfte. Wenigstens die Jubiläumsfeier im Kursaal mit der Attraktion Hazy Osterwald, einem früheren Berner Junior, bescherte dem Klub wieder ein paar fröhliche Stunden, die die Schwierigkeiten des Vereins in den Hintergrund drängen konnten.

Rückkehr und Abgang Bert Theunissens

Für die Saison 1989/90 verpflichtete der FC Bern erneut Bert Theunissen als Trainer. Theunissen löste Karl-Heinz Fattler ab. Da Theunissen die „Mutzen“ 1978 in die NLB dirigiert hatte, wurde ihm v.a. von älteren Mitgliedern viel Kredit eingeräumt. Der FC Bern zierte dennoch rasch das Tabellenende. Da half auch die Präsenz von Nationaltrainer Uli Stielike nichts, der als Zuschauer beim ersten Heimspiel gegen den FC Thun auf dem Neufeld weilte und die Spieler begrüsste. Präsident Max Sutter und der Vorstand sahen sich in der misslichen sportlichen Situation zum Handeln gezwungen. Im gegenseitigen Einvernehmen trennte man sich von Bert Theunissen und engagierte Richard Wey als Nachfolger. Unter Wey holte die Mannschaft bis zum Saisonende insgesamt 30 Punkte, was den erfreulichen 5. Schlussrang bedeutete.

Erstmalige Durchführung der Fussballschule 1991

Ein wichtiger Schritt hin zu einer stärkeren Juniorenförderung vollbrachte der FC Bern 1991. An drei Mittwoch-Nachmittagen führte man erstmals eine Fussballschule durch. 36 „Schnupperlehrlinge“ erschienen auf dem Neufeld. Sie wurden unter bekannten Betreuern wie Uli Stielike, Walter Jäger, Bernard Pulver, André Fimian und anderen in das Fussball-ABC eingeführt.