1992-1998: Der tiefe Fall

1992 – Erstmaliger Abstieg in die 2. Liga

Wieder verirrte sich das Abstiegsgespenst auf dem Neufeld. Am Ende der Saison 1991/92, im dritten Präsidialjahr Max Sutters, stieg das Fanionteam des FC Bern erstmals in der Vereinsgeschichte in die 2. Liga ab. Entscheidend war dabei wohl die Begegnung in der drittletzten Runde gegen Lerchenfeld (0:1). Der FC Bern verlor nicht nur das Spiel, sondern mit dieser Niederlage auch den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle. Die beiden Interimstrainer Heinz Gmür und Rolf Höfert, welche Richard Wey ersetzten, vermochten den Abstieg des Traditionsvereins nicht mehr zu verhindern. Dieser Abstieg war die bitterste Pille, die der Patient FC Bern bisher zu schlucken hatte und bedeutete eine der schmerzlichsten Zeiten für den einst so stolzen Verein.

Testspiel gegen „Alte Dame“ aus Turin

1992/93 übernahm mit Christian Mezger ein ehemaliger Aktiver das Fanionteam. Mit ihm wurde ein Trainer engagiert, der gewillt war, mit jungen Spielern aus der Region eine kompakte Mannschaft aufzubauen. Der sofortige Wiederaufstieg in die 1. Liga misslang aber. Immerhin gelang der Mannschaft eine sehr gute Rückrunde ohne Niederlage, die im 5. Rang endete. Einen Grund zur Freude bereitete dem Klub, dass in rekordverdächtiger Zeit von 24 Wochen das Tribünengebäude umgebaut werden konnte. Sportlich gab es in der Vorbereitung zur nächsten Saison einen spektakulären Höhepunkt zu vermelden: In Evilard durften die 1. Mannschaft gegen den amtierenden Europacup-Sieger Juventus Turin ein Freundschaftsspiel absolvieren. Die Faszination einmal gegen Stars wie Roberto Baggio, Pierluigi Casiraghi, Andreas Möller oder Paulo César gespielt zu haben, liess die 0:11 Niederlage als winzige Nebensache erscheinen.

1998 – Historischer Tiefpunkt

In der Saison 1997/98 sank der Wert des FC Bern auf ein historisches Tief. Der Traditionsklub stieg in die 3. Liga ab.